29.Jan.2010 - 11:58, Kategorien: Top Story of the Week | Ski und Snowboard
Tags: top story semesterferien wunschliste wish list betrunken gute musik apres ski skifahren pistenmarkerungen schnee trinken alkohol betrunkene skifahrer liftampeln automatische bügel lift mitdenken kinder selbstbedienung sb kritik gutes essen günstig energieferien
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Top Story of The Week: Wunschliste für die Semesterferien
Die Semesterferien sind ja bereits im vollen Gang und mit ihnen traditionell die Zeit des Pistengewurrls, der Liftschlangen und der gerammelt vollen Sonnenterrassen. Es ist aber auch die Zeit der besten Party und des heißesten Après Skis. Jedenfalls ist es die Zeit, in der die meisten von uns ihre Skier aufs Auto montieren und sich – frei nach Wolfgang A. - ins Stubaital, nach Zell am See oder in sonst ein Skigebiet begeben. Weil Skifahren eben das Leiwandste ist. Für die ersten sind die Semesterferien 2010 ja schon wieder Geschichte. Höchste Zeit, um eine erste Bilanz zu ziehen und eine kleine Wunschliste zu erstellen, die die nächsten Ferien vielleicht noch ein bisschen perfekter machen könnte.

Wunsch 1: Weniger Saufen, mehr Skifahren.
Ja, ja schon klar. Der Einkehrschwung gehört für viele zum Skifahren einfach dazu. Ist ja auch nichts dagegen einzuwenden, sich auf der Sonnenterrasse mal ein kühles Bier oder einen Willi zu genehmigen. Ab dem dritten Bier oder dem vierten Willi wird’s dann aber langsam kritisch. Mal ganz von den einschlägigen Ausdünstungen abgesehen, die allen anderen dann die Gondelfahrt vernebeln. Wer nicht mehr gerade gehen kann, sollte einfach nicht mehr Ski fahren. Sich selbst und uns allen zuliebe…
Irgendwie ganz schön unheimlich, wenn man darüber nachdenkt, dass man sich die Pisten mit solchen Kollegen teilt:
Wunsch 2: Bleibt, wo ihr hingehört.

Pisten haben bekanntlich Markierungen in blau, rot und schwarz. Blau ist leicht, schwarz ist schwer und rot ist irgendwo in der Mitte. Wissen eh schon alle? Wer sind dann diese Menschen, die sich im Pflugbogen die härtesten, steilsten und schmalsten Hänge hinunterquälen? Wer sind diese Menschen, die dafür sorgen, dass sich gegen 12 Uhr gut präparierte Pisten in blanke Eisplatten oder kriminelle Buckelpisten verwandeln? Würden alle dort fahren, wo sie zurechtkommen und sich wohlfühlen, würde es in unseren Skigebieten wesentlich weniger Schwerverletzte geben. Und Skifahren würde uns allen noch mehr Spaß machen.
Wunsch 3: Ein gutes und günstiges Mittagessen auf der SB-Hütte.
Wer anstatt auf den gemütlichen Komfort einer Hütte mit Bedienung lieber bei der Selbstbedienungshütte abschwingt, hat in der Regel vor allem eins im Sinn: Möglichst schnell und unkompliziert seinen Magen zu füllen. Was aber viel zu viele SB-Hüttenwirte noch nicht ganz überrissen haben: Die Zeiten, in denen die Menschen deshalb lauwarme, lieblos auf die Teller geklatschte Kantinenkost akzeptieren, sind langsam, aber sich vorbei. Und die Zeiten, in denen wir anstandslos auch noch viel Geld dafür gezahlt haben, dass wir das lauwarme Essen im wackeligen Skischuhgang quer durch die ganze Hütte oder besser noch ein Stockwerk höher balancieren dürfen, sind sowieso schon längst passé.
Glücklicherweise geht's auch anders. Es gibt inzwischen immer mehr SB-Hütten, und sogar schon einige Restaurants der Bergbahnen, die richtig gutes Essen richtig flott und zu vernünftigen Preisen auf die Teller bringen.

Wunsch 4: Mehr vernünftige Musik, bitte!
Wer genau hat eigentlich beschlossen, dass wir unseren Musikgeschmack an der Liftkassa abgeben müssen? Funktioniert Après Ski wirklich nur mit DJ Ötzi, rausgeholten Lassos und nackten Friseusen? Sprich: Mit Musik, die wir eigentlich nur im Jägermeister-Koma gut finden. Ok, ok, wer’s mag, der kann’s ja haben. Was wir uns nur wünschen würden: In jedem Skigebiet zumindest eine Ausweichmöglichkeit für Menschen, die mit grenzwertigen Texten zum stupiden Nz-Nz-Takt einfach nix anfangen können. Und wir verlangen nicht mal wirklich alternativen Sound, nein, bei der momentanen Situation auf den Skihütten ist ja sogar schon ein Ö3-Sampler eine künstlerische Offenbarung…

Wunsch 5: Weniger Idiotenhilfe.
Die letztes Jahr zwangsverordneten Liftampeln waren ja schon eine äußerst fragwürdige Investition. Scheinbar waren aber diese sinnfreien, 3.000 Euro-Lichtspielereien noch nicht der Weisheit letzter Schluss. Seit heuer gibt’s deshalb Sessellifte mit automatisch schließenden und öffnenden Bügeln. Damit die Kinder nicht rausfallen… Auch wenn das viele Erwachsene nicht glauben können: Aber Kinder sind keine Idioten. Wie wär’s, wenn man dem Nachwuchs einfach erklären würde, dass es gesünder ist, ruhig am Sessel sitzen zu bleiben, wenn man 15 m über dem Boden unterwegs ist und auch drauf schaut, dass er sich dran hält? So, wie das unsere Eltern oder Skilehrer mit uns gemacht haben. Dann könnten sich die Skigebiete das Geld für die Hochsicherheitslifte sparen und die eh schon recht teuren Liftkarten müssten nicht jedes Jahr noch ein bisschen mehr kosten.
Und überhaupt, wer will und sich ein bisschen anstrengt, kommt IMMER irgendwie auf den Berg. :-)
Wunsch 6: Jede Menge Schnee.

Nachdem uns die zickige Daisy so sträflich vernachlässigt hat, hatte Jennifer jetzt in weiten Teilen Österreichs doch ein Einsehen. Trotzdem: Genug ist das noch lange nicht. Wir wollen mehr Schnee. Wir wollen genug Vorrat, dass wir bis in den Mai hinein Ski fahren können. Wir wollen im meterhohen Powder versinken. Wir wollen einen richtig fetten Winter.

Diese Wunschliste könnte man natürlich noch ewig fortführen. Allein, es wird wohl wenig nützen… Naja, wenn’s nicht ein paar Schwachpunkte gäbe, wäre das Skifahren sowieso zu schön, um wahr zu sein und wir wollten gar nicht mehr runter vom Berg.
In diesem Sinne: Schöne Semesterferien und viel Spaß beim Skifahren.

Wunsch 1: Weniger Saufen, mehr Skifahren.
Ja, ja schon klar. Der Einkehrschwung gehört für viele zum Skifahren einfach dazu. Ist ja auch nichts dagegen einzuwenden, sich auf der Sonnenterrasse mal ein kühles Bier oder einen Willi zu genehmigen. Ab dem dritten Bier oder dem vierten Willi wird’s dann aber langsam kritisch. Mal ganz von den einschlägigen Ausdünstungen abgesehen, die allen anderen dann die Gondelfahrt vernebeln. Wer nicht mehr gerade gehen kann, sollte einfach nicht mehr Ski fahren. Sich selbst und uns allen zuliebe…
Irgendwie ganz schön unheimlich, wenn man darüber nachdenkt, dass man sich die Pisten mit solchen Kollegen teilt:
Wunsch 2: Bleibt, wo ihr hingehört.

Pisten haben bekanntlich Markierungen in blau, rot und schwarz. Blau ist leicht, schwarz ist schwer und rot ist irgendwo in der Mitte. Wissen eh schon alle? Wer sind dann diese Menschen, die sich im Pflugbogen die härtesten, steilsten und schmalsten Hänge hinunterquälen? Wer sind diese Menschen, die dafür sorgen, dass sich gegen 12 Uhr gut präparierte Pisten in blanke Eisplatten oder kriminelle Buckelpisten verwandeln? Würden alle dort fahren, wo sie zurechtkommen und sich wohlfühlen, würde es in unseren Skigebieten wesentlich weniger Schwerverletzte geben. Und Skifahren würde uns allen noch mehr Spaß machen.
Wunsch 3: Ein gutes und günstiges Mittagessen auf der SB-Hütte.
Wer anstatt auf den gemütlichen Komfort einer Hütte mit Bedienung lieber bei der Selbstbedienungshütte abschwingt, hat in der Regel vor allem eins im Sinn: Möglichst schnell und unkompliziert seinen Magen zu füllen. Was aber viel zu viele SB-Hüttenwirte noch nicht ganz überrissen haben: Die Zeiten, in denen die Menschen deshalb lauwarme, lieblos auf die Teller geklatschte Kantinenkost akzeptieren, sind langsam, aber sich vorbei. Und die Zeiten, in denen wir anstandslos auch noch viel Geld dafür gezahlt haben, dass wir das lauwarme Essen im wackeligen Skischuhgang quer durch die ganze Hütte oder besser noch ein Stockwerk höher balancieren dürfen, sind sowieso schon längst passé.
Glücklicherweise geht's auch anders. Es gibt inzwischen immer mehr SB-Hütten, und sogar schon einige Restaurants der Bergbahnen, die richtig gutes Essen richtig flott und zu vernünftigen Preisen auf die Teller bringen.

Wunsch 4: Mehr vernünftige Musik, bitte!
Wer genau hat eigentlich beschlossen, dass wir unseren Musikgeschmack an der Liftkassa abgeben müssen? Funktioniert Après Ski wirklich nur mit DJ Ötzi, rausgeholten Lassos und nackten Friseusen? Sprich: Mit Musik, die wir eigentlich nur im Jägermeister-Koma gut finden. Ok, ok, wer’s mag, der kann’s ja haben. Was wir uns nur wünschen würden: In jedem Skigebiet zumindest eine Ausweichmöglichkeit für Menschen, die mit grenzwertigen Texten zum stupiden Nz-Nz-Takt einfach nix anfangen können. Und wir verlangen nicht mal wirklich alternativen Sound, nein, bei der momentanen Situation auf den Skihütten ist ja sogar schon ein Ö3-Sampler eine künstlerische Offenbarung…

Wunsch 5: Weniger Idiotenhilfe.
Die letztes Jahr zwangsverordneten Liftampeln waren ja schon eine äußerst fragwürdige Investition. Scheinbar waren aber diese sinnfreien, 3.000 Euro-Lichtspielereien noch nicht der Weisheit letzter Schluss. Seit heuer gibt’s deshalb Sessellifte mit automatisch schließenden und öffnenden Bügeln. Damit die Kinder nicht rausfallen… Auch wenn das viele Erwachsene nicht glauben können: Aber Kinder sind keine Idioten. Wie wär’s, wenn man dem Nachwuchs einfach erklären würde, dass es gesünder ist, ruhig am Sessel sitzen zu bleiben, wenn man 15 m über dem Boden unterwegs ist und auch drauf schaut, dass er sich dran hält? So, wie das unsere Eltern oder Skilehrer mit uns gemacht haben. Dann könnten sich die Skigebiete das Geld für die Hochsicherheitslifte sparen und die eh schon recht teuren Liftkarten müssten nicht jedes Jahr noch ein bisschen mehr kosten.
Und überhaupt, wer will und sich ein bisschen anstrengt, kommt IMMER irgendwie auf den Berg. :-)
Wunsch 6: Jede Menge Schnee.

Nachdem uns die zickige Daisy so sträflich vernachlässigt hat, hatte Jennifer jetzt in weiten Teilen Österreichs doch ein Einsehen. Trotzdem: Genug ist das noch lange nicht. Wir wollen mehr Schnee. Wir wollen genug Vorrat, dass wir bis in den Mai hinein Ski fahren können. Wir wollen im meterhohen Powder versinken. Wir wollen einen richtig fetten Winter.

Diese Wunschliste könnte man natürlich noch ewig fortführen. Allein, es wird wohl wenig nützen… Naja, wenn’s nicht ein paar Schwachpunkte gäbe, wäre das Skifahren sowieso zu schön, um wahr zu sein und wir wollten gar nicht mehr runter vom Berg.
In diesem Sinne: Schöne Semesterferien und viel Spaß beim Skifahren.














Super Liste, sehr gut geschrieben, spricht mir aus der Seele! respect! Hat mich und eine Kollegin inspiriert, unsere eigene Wunschliste für die perfekten Semesterferien zu schreiben - check it out:
http://blog.cube-hotels.com/2010/02/02/funf-wunsche-fur-die-perfekten-semesterferien/
Greetz, Robert